30 Jahre Deutscher Pfadfinderverband

Obwohl es schon seit einem Jahrhundert Pfadfinder gibt, feierte der Deutsche Pfadfinderverband (DPV) am ersten Maiwochenende 2000 "nur" seinen dreißigsten Geburtstag. Dennoch ist der DPV nicht ohne "historische Vergangenheit" - ist er doch 1970 aus dem Bund Deutscher Pfadfinder hervorgegangen. Auf diesen Seiten könnt ihr sehen, was bisher in der 30-jährigen Geschichte des DPV passierte.

 

 

1200 Pfadfinder haben an "triple X" teilgenommen

Triple X Geigenpaar_Kim

Die langen Vorbereitungen zu "triple X" ergaben ein sehr umfangreiches und vielseitiges Programm. Ausdrücklich sollte einmal ein neuer Weg beschritten werden. Daher war die Jubiläumsveranstaltung auch kein normales Pfadfinderlager in der Natur, sondern eine Veranstaltung mitten in einer Stadt.
Ein ganzes Wochenende haben wir in Eisenach gefeiert und viel erlebt. Auch die Eröffnungsveranstaltung beinhaltete neue Elemente. Neben Reden und dem "triple X" - Lied waren auch modernere Techno-Klänge zu hören. Beim anschliessenden "Farbtöne"-Spiel wurden vier Holzfiguren in Form des "triple X" - Logos kreativ gestaltet. Überall in der Stadt griff das Phänomen X um sich. Pfadfinder wie Nichtpfadfinder stellten sich in Pose.

Programmschema

  Freitag,
28. 4. 2000
Samstag,
29. 4. 2000
Sonntag,
30. 4. 2000
Montag,
1. 5. 2000
Vormittag   9:00 - 12:00
Eröffnung am Marktplatz
10:00 - 12:30
Impulsgeber
10:30
Schlussrunde
Nachmittag Ab 18:00
Ankunft am Bahnhof
14:00 - 18:00
Impulsgeber
14:00 - 18:00
Impulsgeber
11:30
Heimreise
  Bezug der Quartiere 19:00 - 22:00
Abend der Regionen
19:30
Festabend in der Werner-Aßmann-Halle
 
Abend Singerunde in der Werner-Seelenbinder-Halle 22:00
Disko in der Werner-Seelenbinder-Halle
24:00
Tanz in den Mai
 

Pfadfinder in der Stadt

Als zentraler Mittelpunkt wurden auf dem Marktplatz zahlreiche Jurten aufgebaut. Ein Café und verschiedene Ausstellungen boten Entspannung und Informationen über die Pfadfinderarbeit des DPV.
Für die Teilnehmer fanden an zahlreichen Orten in der Stadt 100 verschiedene Impulsgeber statt. Am Aufsehen erregensten war hierbei die 72-Stunden-Aktion, bei der ein kompletter Spielplatz neu gestaltet wurde.

Festakt und Maifeier

Natürlich wurde das DPV-Jubiläum auch gefeiert. Beim Festakt mit anschliessender Maifeier in der Werner-Assmann-Halle wurden Ergebnisse einiger Impulsgeber vorgestellt. Es gab einen Rückblick auf die vergangenen DPV-Veranstaltungen und eine Auszeichnung des Mérite Européen für Jörg Krautmacher. TripleX_Lied Teil 2TripleX_Lied Teil 1

Abschluss und Presse

Bei der Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz bildeten die Teilnhmer den "triple X" - Schriftzug.
In der Presse gab es durchweg positive Resonanzen auf diese einzigartige Veranstaltung, die dem DPV neue Horizonte eröffnet hat.

Obligatorisches

Vielen Dank an alle, die uns ihr Material zur Verfügung gestellt haben. Wir haben uns bemüht, möglichst viele Geschichten und Bilder zusammenzutragen, um die faszinierende Vielfalt dieser Veranstaltung wiederzuspiegeln. Trotzdem zeigen diese Seiten nur einen kleinen Ausschnitt dessen, was die Teilnehmer in Eisenach erlebt haben.

Ankunft

Die Ankunft in Eisenach Im Bahnhof Eisenach hat sich in der Halle neben drei großen hölzernen (triple) X - förmigen Pfadfinderfiguren das Empfangskomitee mit Helfern und Vorständlern des DPV etabliert und empfängt hier die aus allen Himmelsrichtungen ankommenden Gruppen. Hier ist der erste Anlaufpunkt, wenn die Führerinnen und Führer aus den Bünden des DPV eintreffen. Das geht bereits ab Freitagnachmittag los und die ganze Nacht hindurch bis in den Morgen des Samstags der Eröffnung. Hier werden die Schlafplätze in den Schulen zugeordnet, und jede Pfadfinderin und jeder Pfadfinder erhalten ihre Zuteilung zu mindestens drei der genau 100 Workshops - Impulsgeber genannt - die hier ablaufen.
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Die farbigen Halstücher werden verteilt. Sie werden mehrfach während "triple X" aktuell sein und dienen sowohl der Aufteilung in zusammengewürfelte Gruppen als auch der bunten Darstellung der genau 1216 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Auch die Zeitplanung und das Programm erhält jede/r. Dort findet man "Hinweise zu "triple X": wann, wo, wer?" "Was man sonst machen kann", die "aktuelle Übersicht" und einen Stadtplan mit allen Anlaufstellen und Punkten von Bedeutung für "triple X". Hier im Bahnhof der Wartburgstadt beginnt die Kette der vielfältigen Organisation dieses Ereignisses.
Zentraler Punkt ist die "Alte Posthalterei", wo eine ganze Menge an Mitstreitern alle Felder der nötigen Organisation solch eines großen Treffens bearbeiten. Hier helfen Computer, die Verteilung der DPVer zu erleichtern und die Zuteilungsunterlagen zu erstellen, hier werden die Workshops betreut, die Referenten empfangen, zentrale Veranstaltungen organisiert und auftretende Probleme gelöst. Hier in diesem Eisenacher Jugendclub ist sozusagen das Zentralgehirn von "triple X". Junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder sorgen dafür, dass möglichst wenig Sand im Getriebe ist, und das ist bei solch einer großen Veranstaltung schon eine Aufgabe.

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Das Wetter bringt ungewünschte Abwechslung. Ausfälle von Transportmitteln oder von "Impulsgebern" sind neben einer Menge an Anfragen und Hilfeschreien schnellstens zu regeln. "Wer hier tätig ist, muss fit sein und sich ständig wechselnden Herausforderungen stellen" und "Probleme zu lösen ist hier ständig nötig" meinen Rainer Jungbluth aus Köln und Marko Hilse aus Quedlinburg etwas ausgepumpt.
Die drei Organisationsabteilungen und Teams: "Inhalte und Programm" unter der Leitung von Markus Blum (Speedy) aus Adelsdorf, "Logistik" mit Markus Baumann aus Bruchsal und "Öffentlichkeitsarbeit" mit Kim Schoen aus Bremen sowie "Finanzen" unter Rainer Jungbluth aus Köln arbeiten hier und stellen das Gerüst dieser in solch einer Form von Pfadfindern noch nicht gestarteten Großveranstaltung dar.
Eine gute und letztlich sehr erfolgreiche Leistung, aufgebaut auf ehrenamtlicher Mitarbeit engagierter Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus den 18 Bünden des DPV.

Eröffnungsreden
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Darbietungen der Teams

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Ein buntes ungewohntes Bild auf dem historischen Marktplatz zu Eisenach. 1200 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in den unterschiedlichen Kluften der 18 DPV-Bünde und anderer befreundeter Verbände zu Füßen der stolzen Wartburg. Vor der alten Stadtkirche im Hintergrund ist der Platz voller Jurten. Das ist neu nicht nur hier in diesem Teil unseres Landes. Schwarzzelte inmitten einer Stadt!

Nach dem Lied von "triple X" eröffnet der Vorsitzende des Deutschen Pfadfinderverbandes (DPV) Oliver Schumacher das Treffen auf dem Eisenacher Markplatz. Vor 1200 Führerinnen und Führern aus dem Dachverband und vielen Eisenacher Bürgerinnen und Bürgern heißt Minister Gnauck von der Thüringer Landesregierung - selbst Pfadfinder - die Gäste willkommen. Für die Übernahme der Schirmherrschaft durch Ministerpräsident Vogel und die Hilfe des Landes Thüringen spricht er den Dank der Pfadfinder aus.

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Besonders herzlich begrüßte der DPV- Vorsitzende unter großem Beifall aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder eine Gruppe von fünf Jugendlichen aus Prizren im Kosovo, die auf Initiative der KFOR in Deutschland sind und die ganze Zeit an "triple X" teilnehmen.
Der bunte und ungewohnt peppige Auftritt mehrerer Tanzgruppen umrahmte dieses erste Treffen der am Fuße der Wartburg versammelten 1200 Pfadfinderführerinnen und -führer.
Und dann gings los mit "triple X"!
Pfadfinder aus.
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Auf dem Marktplatz

Großes Problem :
Die Jurten dürfen nicht mit Heringen befestigt werden, da sonst der Asphalt unter den Basaltsteinen beschädigt wird. Die Organisatoren vom Woodbadge - Arbeitskreis unter Bernhard Blums rotkäppchenbedeckter Leitung lösten das Problem hervorragend. Unter Verwendung von Absperrungsgitter-Gewichten, die sogar bei Regen und gelegentlichem Wind die Jurten aufrecht halten werden. Darin stellen sich die Bünde des DPV, der Verband selbst und andere Pfadfinderinstitutionen in ihrer Tätigkeit vor.

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Die Altpfadfinder des VDAPG haben auf dem alten Marktplatz ihr "AaahPeeGee - Café" aufgebaut, das sich an den "triple X"-Tagen als wertvoller Treffpunkt für Einheimische und Pfadfinder aus allen Teilen Deutschlands erweist. Die Coburger "Weißen Eulen" sorgen hier ganz toll als Wirtinnen und Wirte für das leibliche Wohl und die offene und freundliche Atmosphäre. Die Bundesvorsitzende des BdP, Ika Holler, finden wir hier hier mit ihrem Vorgänger Manfred Jiritschka aus Hamburg ebenso, wie Ulrich und Penny Frenzel sowie Takko und kd - Klaus Dieter Dahms - vom DPB aus Berlin in Gesprächen miteinander und mit Eisenacher Bürgerinnen und Bürgern.

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Direkt daneben befindet sich die Informationsjurte des VDAPG, wo sein Vorsitzender Herbert Krisam und Geschäftsführer Manne Bosse in voller Aktion sind. Sie informieren junge und ältere Besucher umfassend und mit interessantem Material über die Altpfadfinder als Teil der Pfadfinderbewegung, die Mitgliedsgilden aus allen Bünden vereinen.
Am nebenliegenden blaugelben Stand sind die köstlichen Crêpes der "Raubvögel" aus Adelsdorf ein etwas ungewöhnlicher Anziehungspunkt für hungrige Pfadfinder und andere.
Daran schließt sich die "Info-Jurte" des DPV als Auskünfteort über "triple X", kombiniert mit dem Verkauf von T-Shirts, Ersttagsbriefen, Postkarten und Abzeichen an. Bücher und Schriften, Dokumentationen und Informationen sind hier ebenfalls zu haben, darunter auch die speziell für "triple X" zusammengestellte Broschüre mit allen Aktivitäten des DPV "30 Jahre Deutscher Pfadfinderverband" von Hansdieter Wittke.

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Die "Pfadfinder-Geschichtswerkstatt" der Vereinigung Deutsches Pfadfindermuseum e.V. (PM) erregt mit ihrer neuen Wanderausstellung in der weißer Hochjurte geradezu sensationelle Aufmerksamkeit bei jung und alt. Pfadfinder und Nichtpfadfinder besuchen sie in großer Anzahl. Die Entwicklung der deutschen Pfadfinderbewegung wird hier durch Darstellungen auf vielen Schauwänden und mit seltenen Ausstellungsstücken in Schaukästen interessant dargestellt. Viele Aussenstehende haben hier ein Bild der Pfadfinder bekommen. Ehemalige Pfadfinder aus der früheren DDR erinnern sich ihrer Pfadfinderzeit und freuen sich über die vielen Bilder und die jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Diese mobile Ausstellung soll allen Bünden zur Verfügung stehen.

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Nahebei hat der Pfadfinder Hilfsfond (PHF) seine Jurte stehen und informiert mittels solider Plakatständer über seine Aufgaben, besonders aber über den von ihm ausgeschriebenen "Robert-Baden-Powell-Preis".

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Den meisten Zuspruch haben jedoch die beiden praktischen Werkstätten des PHF. Dort gießen Kinder und Erwachsene Blei in eine Silikonform und können gleich die selbsthergestellte DPV-Lilie mit nach Hause nehmen.

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In der Jurtenburg des Sinnesgartens vom Pfadfinderbund Horizonte kann unter der Leitung von Juliane Lemcke der Tast- oder Geruchssinn erprobt, leiser Musik gelauscht oder einfach ausgeruht werden, während in den benachbarten Jurten die Bünde sich als großes Räderwerk oder mit ihren Fahrten und anderen Schwerpunkten in unterschiedlichster Form bewegt darstellen.
Die Geschichte des Deutschen Pfadfinderverbandes in eigenen Bildern stellt Hansdieter Wittke weiter vorn vor. Hier können sich junge und alte Pfadfinder bei Höhepunkten des Verbandslebens wiedersehen. Der DPV in Arbeitskreisen oder bei musischen Treffen, bei internationalen Kontakten oder Einigungsverhandlungen mit dem BdP ersteht anhand der Bilder über drei Jahrzehnte hinweg.

Cafégeschehen

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Der Stand des Deutschen Pfadfinderverbandes auf den Jugendhilfetagen und die Darstellung der Woodbadge-Ausbildung im Verband runden das vielfältige Bild der Pfadfinder ab, das hier auf dem historischen Marktplatz in Eisenach in der Jurtenlandschaft zu erleben ist.
Angeregt und verantwortlich durchgeführt ist diese Darstellung der Pfadfinder vom Arbeitskreis Woodbadge des DPV. Dieser "Pfadfindermarkt" wurde von den Pfadfinderinnen und Pfadfindern genauso gut angenommen wie von Erwachsenen und Kindern. Er stellte einen unbedingt notwendigen Kontrast zu den anderen Programmen in den Räumen der Stadt dar. Ohne dieses pfadfinderische Zentrum wäre "triple X" unvollständig und für die Menschen nicht wahrnehmbar gewesen.
Dies die einhellige Meinung aller Besucher.

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Das Holzpferd

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Rund ums Essen

Die Gesamtorganisation der Versorgung hat Barny, Björn Braß, aus dem Deutschen Pfadfinderbund Mosaik (DPBM) in der Hand. Das Eisenacher DRK und THW sowie der Stamm Sperber vom DPBM aus Brühl helfen bei dieser arbeitsintensiven Aufgabe mit großem Einsatz. Rolf Engels aus Köln ist der Küchenchef. Er hat bereits in mehreren Jugendlagern gekocht und ist beruflich Küchenleiter im Jugendgästehaus des DJH in Köln-Riehl.
Für ihn ist es eine Herausforderung, für so viele Leute im Freien zu kochen, wie er uns sagt. Zu dieser Aufgabe ist er über Pfadfinderfreunde gekommen, und er löst sie trotz vieler Probleme bravourös. In zwei großen Gulaschkanonen wird draußen gekocht, kleinere Aufgaben werden im Haus des THW im Norden Eisenachs erledigt. Nicht so einfach sind die Transporte zur Seelenbinder-Halle inmitten Eisenachs. Die große Entfernung ist ein logistisches Problem.
Rolf: "Mich hat überrascht, dass die Pfadfinder mehr essen als erwartet. Dadurch ist einmal ein Engpass eingetreten, den ich bedauere, und den wir vielleicht durch eine vorsichtigere Ausgabe hätten auffangen können. Es ist hier einfach etwas anderes, eben nicht Massenverpflegung. Chili con Carne, vegetarisch mit Spinat. Rührei und Stampfkartoffeln. Geschmackreich und mit viel Abwechslung, so soll die Versorgung sein.

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Abends Buffet für die Regionen, das große Festbuffet in der Assmann - Halle für 1200 Leute mit Schinkenbraten, Gemüsegratin, Vorspeisen, süßen Nachspeisen sind besondere Herausforderungen die gemeistert werden.
Arndt Pesch aus Köln als Verantwortlicher für die Organisation der Küche ist mit seinem Team ebenso zufrieden wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Eisenacher Treffens mit der guten Verpflegung. Die Kosten für das gesamte Rohmaterial lagen bei 15.000 bis 20.000 DM
Mehr Helfer hätten konkreter verpflichtet werden sollen, manchmal trat hier ein Notstand ein, obwohl THW und DRK immer bereit waren, einzuspringen. Aber, wo gab es bisher solch eine große Aufgabe, die so gut aus eigener Kraft und ohne Großküche gelöst wurde?
Einen Orden hätte die Küche verdient!

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Zentrale Jurten

Das Interesse der örtlichen Bevölkerung an unserer Veranstaltung war anfangs relativ gering. Hatten wir im Vorfeld zu wenig informiert? Eisenacher und Besucher waren unsicher, ob sie die Jurten auf dem "Pfadfindermarkt" betreten, ob sie Fragen stellen und sich informieren können. Sobald jedoch die persönliche Ansprache erfolgte, waren sie aufgeschlossen und interessiert.

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Meist blieben die Menschen stehen, stellten Fragen und sprachen über die Jugend, ihre eigenen Erlebnisse und nahmen Informationsmaterial gerne an.

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Eine Gruppe junger Männer aus Michigan/USA, die zur Zeit beim Opelwerk in Eisenach tätig sind, outeten sich als Boyscouts und Eagle-Scouts. Sie waren ausgesprochen begeistert, hier einen Einblick in die Arbeit der deutschen Pfadfinder zu erhalten.
Eine Besucherin aus Virginia, die selbst drei Söhne bei den Pfadfindern hat, meinte, dass ihr unsere Aktion große Freude bereite. Derzeit als Austauschlehrerin in Deutschland, war sie besonders interessiert an den Pfadfinderproben.

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Viele Eltern mit Kindern im Pfadfinderalter haben wir gezielt angesprochen, sie auf den Eisenacher Stamm "Hermanduren" und auf mögliche "Schnupperstunden" dort hingewiesen, sowie ihnen das Informationsblatt der Eisenacher übergeben. Ein Wölfling aus diesem Stamm half später bei dieser Aktion zusammen mit seinem Freund engagiert mit.

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Die 72 - Stunden - Aktion

Der alte Spielplatz im Urzustand

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Ein Spielplatz wird von den Pfadfindern in 72 Stunden gebaut, um eine Erinnerung als Dank der Pfadfinderinnen und Pfadfinder an die Eisenacher Kinder zu hinterlassen.

Die obere Spielebene mit Klettergerüst

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An einem Hang über dem alten Eisenacher Friedhof mit einem schönen Blick über die Stadt wird eifrig gewerkt. Dort bauen eine Menge jüngerer und älterer Pfadfinder. Sie graben, schälen, sägen Holzstämme, versenken dicke Baumstämme in Löcher, verbinden die beiden Ebenen des Platzes durch Treppen. Noch sind es 41 Stunden bis zum Fertigstellungstermin, wie auf einer Tafel zu lesen ist.
Andreas Schmidt, Deutsche Pfadfinder, Landesmark Westfalen, Leiter des Projektes Kinderspielplatz, berichtet:
"Die Idee war, etwas der Stadt Eisenach zu hinterlassen, was auch mit den Pfadfindern zu tun hat. Wir wollten etwas für die Kinder tun, denn wir sind ja eine Kinderorganisation.
Nach vielen Überlegungen kam uns die Idee mit dem Spielplatz.
Dabei spielen die Umwelt eine Rolle und der Naturschutz. Ein ungewöhnlicher Spielplatz noch dazu sollte es werden. Denn hier werden keine fertigen Geräte eingebaut, sondern solche, die extra auch nach unseren Ideen für diesen Platz konstruiert wurden. Eines der großen Spielgeräte wurde von einer Planungsfirma aus dem Raum Bielefeld kostenlos entwickelt und für den Bau vorbereitet."


Die untere Spielebene mit Sandkasten und Sitzmöglichkeiten

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"Genau 72 Stunden sind insgesamt vorgesehen, alles wird von den Teilnehmern dieses "Impulsgebers" gemacht, sonst wäre es auch nicht finanzierbar. Dazu gehört diese Kletterburg (ein exklusiver Prototyp) und mehrere andere Teile, wie z.b. ein Sandkasten in Schiffsform. Die Jugendlichen arbeiten begeistert mit, auch nachts, wenn die Zeit knapp wird. Zum Lagerende am Montag soll der Spielplatz stehen."
"Alles was wir kaufen mussten, wurde in Eisenach beschafft. Material haben wir aber auch von kleineren Sponsoren erhalten, beispielsweise Holz und Schrauben.
Die Gesamtkosten dieses Projekts würden etwa im Bereich zwischen 80.000.-- und 100.000. --.DM liegen, wenn alles kommerziell gebaut würde."


Die neue Treppe zwischen den Spielebenen

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"Die Zusammenarbeit mit der Stadt war ein sehr kompliziertes Terrain.
Es hat lange gedauert, die richtigen Gesprächspartner zu finden, die einem auch verantwortlich eine klare Antwort gegeben haben. Und es war schon so, dass wir diese Idee beinahe fallengelassen hätten. Dann haben wir uns noch einmal sehr intensiv dahintergehängt und es doch noch zustande bekommen.
Im Nachhinein sehe ich dieses Projekt nur positiv: Es kommt bei den Eisenachern und auch bei uns Pfadfindern sehr gut an. Und für die Pfadfinder ist es eine besondere gute Tat für die Kinder hier."


Die (Wieder-) Eröffnung des Spielplatzes

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Wie läuft das weiter?
"Ein wichtiges Kriterium ist die Abnahme. Wir haben schon Vorgespräche mit dem TÜV und dem Sicherheitsingenieur der Stadt geführt. Mit dem Planungsbüro aus Bielefeld und Herrn Ingenieur Kirsch arbeiten wir hier vor Ort eng zusammen. Die TÜV - Abnahme ist am kommenden Mittwoch, so dass wir dann auch rechtlich abgesichert sein werden.
Ich selbst werde leider nicht dabei sein können, da ich ab und zu auch noch studieren muß. Denn ich bin bereits seit letzten Dienstag hier und war vorher auch x-mal in Eisenach. Das Interesse der Eisenacher Pfadfinder an der Betreuung des Platzes ist vorhanden. Ich habe mit mehreren Stammesmitgliedern darüber gesprochen. Hoffentlich bleiben mutwillige Zerstörungen aus.
Vielleicht wird das ja dann in der Öffentlichkeit auch "der Pfadfinder-Spielplatz."

Die Regionenabende

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"Schatten flackerten auf der Wartburg, als sich 300 "triple X" - Pfadfinder vor historischem Hintergrund zum Abend der Regionen trafen. Nach einem anstrengenden Aufstieg zur Burg und dem gemeinsamen Lied "Wenn der Abend naht..." begann der vorgesehene Singewettstreit der Bünde Europa Scouts, Bund Europäischer Pfadfinder (BEP), Deutscher Pfadfinderbund Mosaik (DPBM), Deutsche Pfadfinder Landesmark Westfalen, Deutsche Pfadfinderschaft (DPS), Deutscher Pfadfinderverband Gau Westland, die in der Region West zusammen wirken.
Das Repertoire reichte vom stimmungsgeladenen Meutenschlager "Tief im Busch lebt der Kakadu" der Westländer bis zum "Fels von Vynjamar" aus dem 15. Jahrhundert, vorgetragen von den Mosaikern. Der Renner beim Publikum war aber der "Drunken Sailor (Wallagonnado)" der Landesmärker, die sich dann auch vor dem DPBM und der DPS den ersten Platz sicherten.
Nicht zu vergessen ist die sportliche Leistung des BEP, der zu dem Lied "Kawuras der Krebs" erstaunliche turnerische Fähigkeiten bewies und allen viel Spaß bereitete.
Nach diesem schönen Abend auf der Wartburg ging es in toller Stimmung wieder steil abwärts. Die Spannung war groß, was uns wohl danach bei der Disco mit Eisenacher Jugendlichen erwarten würde".

Festakt in der Werner-Assmann-Halle

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So war sie noch nie, die Werner-Assmann-Halle. Normalerweise spielen hier die Handballer vor einem begeisterten Publikum. Nun ist alles ausgeschlagen mit schwarzen Zeltplanen, bunt und mit einem großen Maibaum geschmückt. Immer mehr Pfadfinder sitzen auf dem Boden. Eine Menge Freunde und Besucher haben Platz genommen. Wieder erklingt das Lied von "triple X". Als es verklungen ist, würdigt Oliver Schumacher das Ereignis, dessentwegen Eisenach zur Pfadfinderstadt umfunktioniert wurde. Die Reihe der vertretenen Bünde wird begrüßt.
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In einer moderierten Bilderschau passieren die großen Ereignisse aus den drei Jahrzehnten seit der Gründung 1970 unseres Verbandes Revue. Alte Hasen erinnern sich des EIFELLAGERS, 1974 bei Schmidtheim, wo erstmals über 2000 Pfadis aus dem DPV zusammen sind. CAVALCADE, 1978 bei Eschwege mit noch stärkerer Beteiligung und vielen Höhepunkten unterhalb der Blauen Kuppe, die mitternächtlicher Treffpunkt war, ist in der Erinnerung präsent. Noch mehr hatten am HISTORISCHEN ZUG, 1982 nach Bad Karlshafen teilgenommen, der zweifellos das herausragendste Ereignis der zurückliegenden Zeit war. DOMINO, 1986, wegen Tschernobyl in 1987, WASGONIA in der Pfalz und SPOTKANIE, 1998 in Polen bildeten die lange Reihe besonderer Schwerpunkte. Die vom DPV gestalteten Pfadfindertage mit Umweltthemen und zu Fragen der Freundschaft mit den bei uns lebenden Ausländern gehörten zudem in diese Rückschau.
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Persönliche Worte zum ihrem DPV - Verständnis von Hansdieter Wittke, Andreas Dill und Jana Nahlik machen nachdenklich. Vielfältig und zumeist zukunftsorientiert sind die "Lauffeuer", Zusprüche aus allen Saalecken, die die künftige Entwicklung des DPV im Blick haben.
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Bewegung in diesen etwas formell wirkenden Teil bringen die Vorführungen des Jazztanz-Kreises, die gekonnten Vorträge des Chores, die hier im Rahmen von Workshops erarbeitet worden sind.
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Hochoffiziell wird es, als in diesem Rahmen der Orden Mérite Européen verliehen wird. Jörg Krautmacher, ehemaliger Bundesführer des Bundes Europäischer Pfadfinder und früheres Vorstandsmitglied erhält ihn nach einer ausführlichen Laudatio durch den ehemaligen Vorsitzenden Michael Krügermeyer-Kalthoff aus den Händen des Organisationskreises Deutschland. Dessen stellvertretender Vorsitzender Gebel stellt die Bedeutung dieser Auszeichnung gerade für einen Pfadfinder umfassend heraus und übergibt den Orden an Jörg.
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Verständlich, dass nach so viel bedeutsamen und ernsthaften Punkten das nun aufgefahrene große Buffet ein nicht nur nahrhafter, sondern auch kulinarischer Höhepunkt ist, der die 1200 plus Gäste in Bewegung bringt.
Die Vielfalt zu beschreiben ist kaum möglich - es ist einfach super.
Dass der Maibaum nicht nur ein Symbol in diesem Kreis war, beweisen die noch bis in die Morgenstunden In-den-Mai-tanzenden Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Übereinstimmendes Urteil: ein unübliches und auch deswegen faszinierendes Ereignis. Nur über die Menge der offenbar unvermeidlichen Reden gab es unterschiedliche Meinungen.
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Die Abschlussrunde

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Die Abschlussrede von Oliver Schumacher, Vorsitzender des Deutschen Pfadfinderverbandes

Nach "triple X" geht es darum, aufgenommene Impulse umzusetzen in eigene Taten, in Euren Gruppen, bei Euren Aktivitäten, bei Euch zuhause. Nach "triple X" geht es darum, geschaffenen Beziehungen zu pflegen, Kontakte zu Beziehungen auszubauen, unser Netzwerk DPV auch bündeübergreifend mit Pfadfinderleben zu erfüllen.

Nach "triple X" geht es auch darum, mit neuem Horizont, Bewährtes zu erhalten, Altes mit Neuem zu verknüpfen. Zum Beispiel der alte, bewährte, keinesfalls veraltete Grundsatz der guten Tat. Diesen Grundsatz gilt es zu verknüpfen mit dem neuen Impuls, unsere Gäste und Freunde aus dem Kosovo dabei zu unterstützen, Pfadfindergruppen in ihrer Heimat aufzubauen.

Viele, wirklich sehr viele haben sowohl in den letzten 12 Monaten, als auch hier in den vergangenen Tagen hervorragendes geleistet. Stellvertretend für diese möchte ich Eurem Dank diejenigen empfehlen, die sich im Leitungsteam ganz besonders eingesetzt haben. Und natürlich hat auch unser Vorstand neben der Erledigung von 1000 Kleinigkeiten die Gesamtkoordination in Händen gehabt.

Ihnen, unseren Referenten, allen Helfern und natürlich den vielen Eisenachern, die uns unterstützt haben: Lasst uns voneinander, von "triple X" und von Eisenach Abschied nehmen, indem wir unser Abschiedslied singen.

Ich wünsche Euch allen eine gute Heimfahrt und verabschiede Euch mit unserem Pfadfinder - Wahlspruch

Allzeit bereit !

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