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Geschrieben von: Tobias Pink   

Die Ausbildung im DPV und in der CPD

 

DPV und CPD führen seit 1981 die Woodbadge-Ausbildung durch, die in enger Zusammenarbeit mit den Partnerbünden  konzipiert und eigenständig weiterentwickelt wurde. Sie entspricht der internationalen Woodbadge-Ausbildung. Für erfahrene Führerinnen und Führer aus DPV und CPD finden regelmäßig Kurse statt. Diese werden vom Arbeitskreis Woodbadge ausgerichtet. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Reflexion und das Weiterentwickeln der eigenen Führungsarbeit sowie der Austausch von Führungserfahrungen. Ziel ist bewusstes und dauerhaftes Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Pfadfinderbewegung. Die Ausbildung ergänzt das Schulungsprogramm der Bünde und steht nicht in Konkurrenz dazu.

 

Zur Woodbadge-Ausbildung gehören

Die praktische Führungstätigkeit und persönliche Voraussetzung.
Die Vorbereitungsthemen.
Die Teilnahme am Kurs.
Die individuelle Abschlussarbeit.

Herkunft der Woodbadge-Ausbildung

Der Begriff "Wood-Badge" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Holzabzeichen".

Nach dem Ersten Weltkrieg, am 8./9. September 1919, begann B.-P. mit dem Training von Pfadfinderführern in dem nördlich von London gelegenen Gilwell-Park.

Dieses Gelände im Epping-Forest ist ein großes Lager- und Ausbildungszentrum der englischen Pfadfinder. Es wurde B.-P. vom schottischen Lord W. de Bois geschenkt.

Zu den Zeichen der Woodbadge-Ausbildung, die Baden-Powell festlegte, gehören die Holzklötzchen, die an einer Lederschnur getragen werden, das "Gilwell-Halstuch" - die Woodbadge-Ausbildung wird auch Gilwell-Ausbildung genannt - und ein Halstuchknoten aus dickem Leder.

Das Halstuch besteht aus kariertem Schottenstoff, dem Familienmuster der McLarens (Tartan). International wird auch ein Stück des karierten Stoffes auf ein rosafarbenes Halstuch genäht.

Der Gilwell-Park - ursprünglich nur als Ausbildungsgelände für die englische Pfadfinderbewegung gedacht - entwickelte sich rasch zu einem internationalen Zentrum für die Ausbildung von Pfadfinderführern aus aller Welt.

Durch das stetige Wachstum der Pfadfinderbewegung entstanden in aller Welt für die entsprechenden Länder eigene Ausbildungszentren.

 

Die persönlichen Voraussetzungen

Alter ab 21/22 Jahren.

Drei Jahre kontinuierliche verantwortliche Führungsaufgabe innerhalb des Stammes/Bundes.

Leitung oder Mitarbeit bei einer dreiwöchigen Großfahrt oder einem Stammeslager.

Mitarbeit in einem Schulungsteam.

Befürwortung der Teilnahme durch den eigenen Bund.

 

Aufbau des Kurses

Die Vorbereitungsthemen

Ziel ist es, dass Du Dich ausführlich mit den Grundlagen der Pfadfinderarbeit befasst und Verbindungen zu Deiner praktischen Führungstätigkeit herstellst.

Dem Team wird dadurch ermöglicht, Dich, Deine Meinungen und Erfahrungen kennen- und einschätzen zu lernen, um den Kurs bedürfnisorientiert zu gestalten.

Mögliche Themen können sein:

- Das Gemeinschaftsprinzip

- Gesetze/Regeln und Versprechen

- Naturverbundenes und natürliches Leben

- das Aktivitätsprinzip

- Internationalität

Die Vorbereitungsthemen sind unter anderem Grundlage für Gespräche und Diskussionen während des Kurses.

 

Der praktische Kurs

Während des Kurses beschäftigen wir uns intensiv mit den Grundlagen, Werten und Zielen der Pfadfinderbewegung.

Theoretische und praktische Inhalte sollen sich ergänzen.

Im Kurs setzen wir uns mit Themen auseinander, die für uns als Pfadfinder und für die Gesellschaft von aktueller Bedeutung sind.

Erfahrungen aus der eigenen Führungspraxis können Anregungen und Denkanstöße zur Lösung von Problemen geben. Es kann nicht Ziel sein, Rezeptlösungen zu bieten.

Praktische Inhalte des Kurses sind unter anderem das Anfertigen anspruchsvoller handwerklicher Gegenstände für Fahrt und Lager, die Gestaltung musischer Arbeit und der Einzelhajk in der Mitte des Kurses.

 

Die Abschlussarbeit

Der Inhalt der Abschlussarbeit wird mit der Teilnehmerin/dem Teilnehmer gemeinsam auf ihre/seine individuelle Situation, Stärken oder Interessen abgestimmt.

Bei der Erarbeitung der konkreten Aufgabenstellung sollen die in der Ausbildung gewonnenen Erkenntnisse in die Abschlussarbeit mit einfließen.

 

 

Der Woodbadge-Arbeitskreis und seine Aufgaben

Der Arbeitskreis Woodbadge-Ausbildung setzt sich aus Führerinnen und Führern unterschiedlicher Mitgliedsbünde des DPV und der CPD zusammen, die an der Woodbadge-Ausbildung teilgenommen haben.

Aufgabe des Arbeitskreises ist es, eine kontinuierliche Ausbildung zu gewährleisten. Bei der Ausbildung werden veränderte gesellschaftliche und pädagogische Entwicklungen berücksichtigt. Dabei fließen die aus den Kursen gewonnenen Erkenntnisse mit ein.

Innerhalb des DPV wird die Woodbadge-Ausbildung vom Vorstand verantwortlich getragen.

 

Wenn Du Interesse an der Woodbadge-Ausbildung hast, die persönlichen Voraussetzungen erfüllst oder Dich weiter informieren möchtest, wende Dich bitte an die Sprecherin/den Sprecher des Arbeitskreises unter folgender Adresse:

Deutscher Pfadfinderverband
Neue Maastrichter Straße 5-7
50672 Köln
Tel.: 0221 / 524018
Fax: 0221 / 524015
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Zuletzt aktualisiert am Montag, den 25. August 2008 um 15:23 Uhr
 
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