Woodbadge

Herkunft der Woodbadge-Ausbildung

Baden_Powell_woodbadge

Der Begriff "Wood-Badge" kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt "Holzabzeichen".
Nach dem Ersten Weltkrieg, am 8./9. September 1919, begann B.-P. mit dem Training von Pfadfinderführern in dem nördlich von London gelegenen Gilwell-Park. Das Prinzip des Kurses war/ist, sich selbst als Teil einer Gruppe zu erleben und so die Dynamik, die innerhalb einer solchen Gruppe entsteht, an sich kennen zu lernen.
Das Gelände im Epping-Forest ist ein großes Lager- und Ausbildungszentrum der englischen Pfadfinder. Es wurde B.-P. vom schottischen Lord W. de Bois geschenkt.
Zu den Zeichen der Woodbadge-Ausbildung, die Baden-Powell festlegte, gehören die Holzklötzchen, die an einer Lederschnur getragen werden, das "Gilwell-Halstuch" - die Woodbadge-Ausbildung wird auch Gilwell-Ausbildung genannt - und ein Halstuchknoten aus dickem Leder.
Der Gilwell-Park - ursprünglich nur als Ausbildungsgelände für die englische Pfadfinderbewegung gedacht - entwickelte sich rasch zu einem internationalen Zentrum für die Ausbildung von Pfadfinderführern aus aller Welt.
Durch das stetige Wachstum der Pfadfinderbewegung entstanden in aller Welt für die entsprechenden Länder eigene Ausbildungszentren.
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Herkunft der Woodbadge "Insignien"

  • Klötzchen: Baden-Powell bekam 1887 von dem Zuluhäuptling Dinzulu eine 3,5m lange Halskette, bestehend aus hunderten von Holzklötzchen, überreicht. Erst über 30 Jahre später verlieh er diese Holzklötzchen als äußeres Zeichen an die Absolventen des Gilwellkurses.
  • Lederband: In The Wolf that Never Sleeps (1944) beschreibt Marguerite de Beaumont, wie ein Eingeborener Badehalstuch_kloetzchen_knotenn-Powell eine Lederschnur übergibt, die demjenigen, der sie um den Hals trägt, stets Glück bringen soll. BiPi nimmt die Lederschnur mit nach England und verwahrt sie in seinem Fundus. Nachdem B-P seinen ersten Gilwellkurs abgehalten hatte, überlegte er, wie er die Absolventen auszeichnen könnte. Er erinnerte sich an die Holzklötzchen und an die Lederschnur aus Afrika. So gab er jedem Scoutmaster zwei Holzklötzchen und sagte ihnen, sie sollten diese an einer Lederschnur um den Hals tragen.
  • Halstuch: Ursprünglich war das Halstuch nur aus dem Maclaren Tartan. Um die Unkosten jedoch zu verringern wurde das Halstuch dann abgeändert und war fortan auf der äußeren Seite taubengrau (die Farbe der Bescheidenheit) und auf der Innenseite in warmem Rot (Wärme des Gefühls) gehalten. Heute ist das Halstuch außen in einem rosafarbenen Ton gehalten. Auf die Ecke des Tuchs ist ein Stück des Maclaren Tartan aufgenäht um uns daran zu erinnern, dass Mr. deBois Maclaren den Pfadfindern den Gilwell Park geschenkt hat. Während international die "Sparvariante" erhalten blieb tragen die Woodbadgeträger des DPV nach wie vor ein Halstuch komplett aus Tartaren Stoff genäht.
  • Halstuchknoten: Anfänglich wurden die Halstücher noch mit einer Art Krawattenknoten zusammengeknotet. Später beauftragte BiPi seine Wood Badge Ausbilder einen extra Knoten für das Gilwellhalstuch zu gestalten. Bei einer Demonstration mit dem Feuerbogen ein Feuer zu entzünden, kam ein Ausbilder auf die Idee aus der, für die Demonstration, verwendeten Lederschnur einen zweireihigen Türkenknoten zu machen. Dieser wurde dann zum offiziellen Gilwellknoten.

Woodbadge im DPV

Der DPV führt seit 1981 die Woodbadge-Ausbildung durch, die in enger Zusammenarbeit mit den Partnerbünden im Deutschen Pfadfinderring, CPD und KPE konzipiert und eigenständig weiterentwickelt wurde. Sie entspricht der internationalen Woodbadge-Ausbildung. Für erfahrene Führerinnen und Führer des DPV finden regelmäßig Kurse statt. Auch Teilnehmer aus anderen Bünden sind herzlich willkommen. Über Jaher wurde die Woodbadge-Ausbildung in Kooperation mit der CPD durchgeführt. Die Kurse werden vom Arbeitskreis Woodbadge ausgerichtet. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Reflexion und das Weiterentwickeln der eigenen Führungsarbeit sowie der Austausch von Führungserfahrungen. Ziel ist bewusstes und dauerhaftes Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Pfadfinderbewegung. Die Ausbildung ergänzt das Schulungsprogramm der Bünde und steht nicht in Konkurrenz dazu.

An wen richtet sich die Woodbadge Ausbildung?

Während einst völlig "Fremde" zu Pfadfinderführern ausgebildet werden mussten, oder beispielsweise in den USA oftmals auch Eltern in die Rolle der Pfadfinderführer schlüpften, erwarten wir heute, dass den Teilnehmern die Dynamik einer Gruppe, der Zusammenhalt und die Ideologie unserer Arbeit vertraut sind. Vielmehr möchten wir die Führer des DPV ansprechen, die ihr bereits erworbenes Wissen, vertiefen, hinterfragen und vor allem mit den Pfadfindern anderer Bünde und des Verbandes vernetzen wollen. Erfüllst Du also die nachfolgenden persönlichen Vorraussetzungen, dann bist DU genau richtig im nächsten Woodbadgekurs.

  • Alter ab 21/22 Jahren.
  • Drei Jahre kontinuierliche verantwortliche Führungsaufgabe innerhalb des Stammes/Bundes.
  • Leitung oder Mitarbeit bei einer dreiwöchigen Großfahrt oder einem Stammeslager.
  • Mitarbeit in einem Schulungsteam.
  • Befürwortung der Teilnahme durch den eigenen Bund.